Mit dem dritten Förderprojekt Modul C der KfW soll der Bürgerpark als naturnaher und attraktiver Freiraum für Reppenstedt gestaltet werden.
Gemeinsam draußen sein, die Natur erleben und Raum für Begegnung schaffen:
Mit dem neuen Bürgerpark gewinnt Reppenstedt einen lebendigen Ort für alle Generationen. Hier entsteht ein Freiraum für Erholung, Bewegung, Umweltbildung und aktiven Klimaschutz.
Raum für Erholung, Gemeinschaft, Spiel und Bewegung
Ob für den schnellen Plausch auf der Parkbank, den gemeinsamen Nachmittag im Freien oder den sportlichen Ausgleich, der Park bietet vielfältige Bereiche. Im Norden lädt eine großzügige Liegewiese zum Toben, Entspannen und Picknicken ein. Ein Hügel im westlichen Teil der Wiese bietet einen sonnigen Platz zum Verweilen und wird bei Schnee zur Rodelbahn. Von der großen Hollywoodschaukel auf seinem höchsten Punkt lässt sich das gesamte Gelände überblicken.
Neben der Liegewiese befinden sich Tische und Bänke unter einer schattenspendenden Pergola. An dieser Platzfläche schließt sich im Osten ein naturnaher Spielbereich an, in dem Kinder in Sichtweite klettern, balancieren, entdecken und staunen können.
Im Süden schließt sich an den Platz ein aktives Areal mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten an. Sportgeräte für jedes Fitnesslevel, Tischtennisplatten und Schachtische und ähnliches schaffen Raum für Bewegung und gemeinsames Spielen.
Parallel zur Aktivzone verläuft ein ökologisches Band mit farbenfrohen Staudenbeeten und dicht bewachsenen Hochbeeten.
Wege und Sitzgelegenheiten bieten Möglichkeiten zum Spazieren und Verweilen. Zugleich schafft die dichte Vegetation wertvolle Rückzugs- und Ruheräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt.
Diese unterschiedlichen Bereiche verbindet der Lern- und Begegnungspfad. Er zieht sich als farbiges Band entlang des Weges bis zum südlichen Eingang hindurch und lädt mit Aufgaben- und Informationstafeln dazu ein, mehr über heimische Tiere und Pflanzen sowie über die Gestaltung des Parks zu erfahren.
Klimazonen im Querschnitt
Der Lern- und Begegnungspfad vermittelt zugleich die Besonderheiten der unterschiedlich gestalteten Parkzonen. Deren Gestaltung greift die natürliche Topografie und die vorhandenen Bodenverhältnisse auf und macht verschiedene Wärme-, Feuchtigkeits- und Vegetationsbereiche anschaulich erlebbar.
Im nördlichen Teil prägen trockenheits- und hitzeverträgliche Bäume und Sträucher das Bild. Magerrasen, Sandflächen, Findlinge und Holzstämme inszenieren hier einen warmen, trockenen Landschaftsraum. Im weiteren Verlauf wird die Vegetation zunehmend dichter: Wiesenpflanzungen und große, schattenspendende Bäume gestalten den Übergang von wärmeren zu kühleren Zonen. In Richtung Süden ergänzen dichte Strauchpflanzungen das Bild.
Den Abschluss bildet ein schattiger und feuchter Parkbereich. Rund um einen angelegten Teich entsteht ein kühlendes Biotop, das Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft und besonders im Sommer zum angenehmen Aufenthalt einlädt.
Das Wasserkonzept - Naturprozess vor Ort verstehen
Um das Regenwasserkanalnetz der Gemeinde, insbesondere im Bereich der Dachtmisser Straße, bei starken Regenfällen zu entlasten, wird ein Teil des Niederschlagswassers von der Brockwinkler Straße in den Park geleitet und dort sichtbar in die Landschaftsgestaltung integriert.
Über eine unterirdische Rohrleitung gelangt das Wasser zunächst in eine offene Versickerungsmulde im nördlichen Parkbereich. Dort kann es sich sammeln, langsam versickern und zur Grundwasserneubildung beitragen. Bei stärkeren Regenfällen wird überschüssiges Wasser über ein naturnah gestaltetes, maximal 30 Zentimeter tiefes Graben- und Muldensystem durch die verschiedenen Bereiche des Parks geführt. Bei extremen Regenereignissen erreicht das Wasser schließlich den kleinen Teich im tiefer gelegenen Teil des Parks. Dieser dient als zusätzlicher Rückhalteraum und trägt an heißen Sommertagen durch Verdunstung zu einem angenehm kühlen Mikroklima bei.
Fakten rund um das Projekt
Finanzierung: Das Projekt wird durch die KfW gefördert. Diese Förderung ist an Bedingungen geknüpft, die unter anderem das Verwenden einheimischer und artenreicher Pflanzen, das Schaffen unterschiedlicher Nahrungsangebote und Lebensräume für die heimische Fauna, sowie eine 50-%ige Baumkronenabdeckung im ausgewachsenen Stadium (ca. 100 Neupflanzungen) vorschreibt. Außerdem bleiben 80% der Parkfläche unversiegelt.
Allgemeines:
- Der Park wird naturnah geplant. Wilde Gehölzbereiche, Findlinge, Stämme und Blühwiesen schaffen gemeinsam ein harmonisches und ökologisches Gesamtkonzept.
- Das geschwungene Wegesystem besteht aus einem Hauptwegenetz und einem Nebenwegenetz. Die Hauptwege sind barrierefrei und teilweisebeleuchtet. Die wassergebundene Wegedecke schafft ein trittsicheres und angenehmes Laufgefühl.
- Die Hauptwegeachse zwischen Landwehr und Brockwinkler Straße ist auch mit Fahrrädern befahrbar und bildet eine schnelle Verbindung.
- Baum- und Strauchpflanzungen an Anliegergrundstücken berücksichtigen die allgemeinen Abstandsrichtlinien des Niedersächsischen Nachbarrechtsgesetzes.