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Aktionsplan zur Unterbringung von Geflüchteten in der Samtgemeinde Gellersen

Die Wohncontainer sind bestellt, bald kann es losgehen: In Reppenstedt errichtet die Samtgemeinde Gellersen eine neue Unterkunft für Geflüchtete. Die Containeranlage für rund 60 Personen entsteht an der Ecke Kantstraße/Ostlandstraße.

In den kommenden Monaten soll die Samtgemeinde Gellersen mehr Geflüchtete unter anderem aus der Ukraine aufnehmen. Doch die Unterkünfte in Reppenstedt, Kirchgellersen und Südergellersen sind nahezu belegt.

Über 100 Personen, darunter auch Obdachlose, leben zurzeit in den Unterkünften der Samtgemeinde Gellersen. Weitere Personen kommen in privaten Wohnungen unter. Laut Zuweisungsquote des Landes soll die Samtgemeinde Gellersen noch 140 weitere Personen unterbringen.

Schon länger bereitet sich die Samtgemeinde Gellersen auf weitere Geflüchtete vor. Samtgemeindebürgermeister Steffen Gärtner erläutert: „Wir haben das Thema Unterbringung von Geflüchteten über den Sommer nicht aus dem Blick verloren. Mit dem Beschluss eines Nachtragshaushaltsplans haben wir die finanzielle Grundlage für den Ankauf und die Anmietung weiteren Wohnraums frühzeitig geschaffen.“ Damit sei die Samtgemeinde in den nächsten Monaten in der Lage zusätzliche 80 Plätze in eigenen Unterkünften einzurichten. Außerdem macht die Samtgemeinde Gellersen Kapazitäten in den schon bestehenden Unterkünften frei. Dazu unterstützt sie Geflüchtete und Obdachlose, die schon länger in den Unterkünften leben, bei der Wohnungssuche und schafft bezahlbaren Wohnraum wie zum Beispiel in Heiligenthal. Weitere Projekte sollen zum Beispiel in Reppenstedt folgen.

Dennoch werden die Unterkünfte womöglich nicht ausreichen. Deshalb handelt die Samtgemeinde Gellersen jetzt: Auf der etwa 4000 Quadratmeter großen Wiese an der Ecke Kantstraße/Ostlandstraße stellt sie Wohncontainer für bis zu 60 Personen auf, um die Kapazitäten rechtzeitig anzuheben. Im Dezember 2022 sollen die Container einzugsbereit sein.

Gärtner macht deutlich: „Wir wollen mit unserem Aktionsplan unbedingt vermeiden, Turnhallen für die Unterbringung von Geflüchteten schließen zu müssen.“ Er ist sich sicher: „Das ist für niemanden eine gute Lösung – weder für die Geflüchteten, die in Turnhallen kaum Rückzugsmöglichkeiten finden, noch für die Schülerinnen und Schüler, denen Sport nach zwei Jahren Pandemie auch wieder möglich sein soll.“